Der DOSB hat seine Mitgliedsorganisationen darauf hingewiesen, den Namen "Webinar" nicht mehr zu verwenden. Auf seiner Homepage teilt der Justiziar mit, dass auf dem Namen noch ein Markenschutz eingetragen ist und der Verwender möglicherweise kostenpflichtig abgemahnt werden kann.

Der Begriff "Webinar" ist seit dem 2. Juli 2003 unter der Registernummer 303160438 beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) als Wortmarke eingetragen. Nach einer 2013 erfolgten Verlängerung gilt der Markenschutz aktuell bis zum 31. März 2023. Der Schutz umfasst insbesondere auch die für den Sport wichtigste Warenklasse 41 ("sportliche Aktivitäten").

Wer diese Bezeichnung dennoch "im geschäftlichen Verkehr" verwendet, setze sich der Gefahr aus, vom Markeninhaber aus Kuala Lumpur, dessen Interessen eine Rechtsanwaltskanzlei aus Wiesbaden vertritt, kostenpflichtig abgemahnt zu werden, erläutert DOSB-Justiziar Hermann Latz.

Der DOSB empfiehlt daher, bis zur möglichen Löschung der Marke keine "Webinare" anzukündigen und durchzuführen. Alternative Bezeichnungen sind z.B. "Online-Seminar" oder "Internet-Seminar". Wer sich zu einem externen "Webinar" anmeldet und daran teilnimmt, habe allerdings nichts zu befürchten, so der DOSB.

Gerade in Zeiten von Corona, in der doch ein erheblicher Teil der Kommunikation online abgehalten wird und auch Anleitungen zu allerhand Themen erstellt werden, ist die Sache bemerkenswert. Wohl wissend dass es sich hier um ein geringes Riskio handelt, dass man einer Abmahnung gegenübersteht, sollte bis zur endgültigen Klärung auf den Begriff verzichtet werden.

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